Buchpräsentation
durch den Autor am 25. September 2026, 18.30 Uhr
Öffentliche Bücherei Wieden, 1040 Wien, Favoritenstraße 8/Eingang Paulanergasse 1
Detlef Romey: „Begegnung in Wien“ - Karl May und Bertha von Suttner
Kurz-Biografie des Autors
Detlef Romey wurde 1962 in Mölln geboren, wo er auch heute noch lebt. Er arbeitete zunächst viele Jahre als Universalfräser, Werkstoffprüfer und Kalkulator und erfüllte sich mit dem dadurch verdienten Geld den Wunsch, Weltreisen zu unternehmen. Nach seiner Rückkehr wurde er zunächst Hausmeister und anschließend Betreuer in Seniorenheimen, wo ihm seine Gabe, Menschen zu unterhalten, sehr entgegen kam.
Daneben Ausbildung in diversen Seminaren und Workshops zum Schauspieler, Sänger, Illustrator sowie eine mehrjährige Ausbildung im Schreiben. 35 Jahre Tätigkeit als Schauspieler, Sänger, Entertainer und Comedian auf Kleinkunstbühnen. Er liebt das Lesen, ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und ein großer Fan von Günter Grass, den er auch öfters persönlich traf.
Seit 2019 widmet er sich ausschließlich der Schriftstellerei. Sein Werk umfasst neben Lyrik, Theaterstücken und Kurzgeschichten auch Biografien und Romane, bevorzugt über bekannte oder berühmte Personen (Till Eulenspiegel, Oscar Sima etc.).
Zum Inhalt des Buches:
Im Frühjahr 1912 kam es in Wien zu einem bemerkenswerten Zusammentreffen zweier prominenter Stimmen der Zeit:
Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner traf im Rahmen ihres Wien-Aufenthalts zu einem persönlichen Gespräch mit dem Schriftsteller Karl May zusammen und besuchte auch den letzten Vortrag Mays in Wien. Das Treffen stand ganz im Zeichen der großen Fragen des frühen 20. Jahrhunderts – Krieg, Frieden und die moralische Verantwortung des Einzelnen. Es fand im Hotel Krantz statt.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen Bertha von Suttners pazifistische Überzeugungen, die sie aus jahrzehntelangem Engagement für die internationale Friedensbewegung entwickelt hatte. Mit ihrer klaren Haltung gegen Militarismus und nationalistisches Denken prägte sie nicht nur die politische Debatte ihrer Zeit, sondern wirkte weit darüber hinaus als moralische Instanz Europas. Ihre Erfahrungen aus Reisen und internationalen Kontakten flossen ebenso in das Gespräch ein, wie ihre mutige Vision einer friedlicheren, solidarischen Weltordnung, die heute wieder einmal auf der Kippe steht.
Das Wiener Treffen verdeutlicht eindrucksvoll Bertha von Suttners Rolle als intellektuelle Impulsgeberin und Vordenkerin des Pazifismus. Es steht exemplarisch für Wien als Ort des Dialogs, an dem gesellschaftliche und ethische Zukunftsfragen offen verhandelt wurden – und bis heute werden.